151541

Aufenthaltsrecht


HS I M 11

HS III M 17

RAL M 7

Stand 15.05.2020

 





 

Übersicht über Ausbildungsinhalte und Gesetzestexte für den Unterricht


 

 

 

 







Aktuelles 2017 - 2020 


Reihenfolge: Älteste Änderung zuerst, jüngste Änderung zuletzt.


1. Aufenthalts- und Passverordnung:

Neues Design für Pass und Passersatz


Zweite Verordnung zur Änderung der PassV und der AufenthV vom 15.02.2017




BGBl. I 162 vom 21.02.2017

In Kraft getreten 01.03.2017



PassV

Neufassung §§ 15 I, 18 II und Anlage 1, 1a, 2, 4, 5, 11 PassV


AufenthV

Neufassung § 80, Anlage D4c, D7a, D8a AufenthV


Gegenstand der Änderung


Einführung einer neuen Generation von Pässen mit neuen Sicherheitsmerkmalen und neuem Design (Teil-EU-Logo auf der Einbandrückseite) zum 01.03.2017. Die Neufassung betr. folgende Dokumente:


Pässe für deutsche Staatsangehörige


- Pass 

- Dienstpass 

- Diplomatenpass 


Die betroffenen Pässe werden unverändert als ePass ausgestellt (§ 4 III, IV PassG).

Der Kinderreisepass wird nicht im Design, sondern nur in Bezug auf die Seriennummer geändert und unverändert ohne Speichermedium für biometrische Daten ausgestellt (§ 4 IVa PassG).


Passersatzdokumente für nichtdeutsche Staatsangehörige


- Reiseausweis für Ausländer (§§ 5, 6 AufenthV)

- Reiseausweis für Flüchtlinge / RAW 1951 (Art. 28 GFK, § 1 III Nr. 2 AufenthV)

- Reiseausweis für Staatenlose / RAW 1954 (§ 1 IV AufenthV)


Die betroffenen Reiseausweise werden unverändert als ePass ausgestellt (§ 99 I Nr. 13a AufenthG iVm. § 61a AufenthV).


Die Ausstellungsgebühr (§ 15 I Nr. 1 PassV, § 48 I Nr. 1a AufenthV) ist zur Abdeckung des erhöhten Verwaltungsaufwandes und zur Vereinfachung der Abrechnung von 59 auf 60 Euro angehoben worden.


2. Arbeitsmigrationsgesetz:

Umsetzung ICT- und REST-Richtlinie


Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union zur Arbeitsmigration vom 12.05.2017 (BGBl. I 1106), in Kraft seit 01.08.2017, eingearbeitet, soweit visafreie Einreisen geregelt sind.

S. ICT-Richtlinie/Aufenthaltstitel.


3. Aufenthaltsverordnung: Gebührenänderungen


Art. 2 des Gesetzes zur Änderung gebührenrechtlicher

Vorschriften im Aufenthaltsrecht

BGBl. I 2350 vom 19.07.2017

In Kraft getreten 01.09.2017


Änderung der Gebühren nach §§ 46-49 AufenthV, z.B.

- Visum Typ D - 75 Euro (bisher wie Visum Typ C - 60 Euro) 

- RAW für Ausländer - 100 Euro

- RAW 1951, RAW 1954, RAW f. Ausl./subsidiärer Schutz - 60 Euro

- Vorläufiger RAW für Ausländer - 67 Euro

- Vorläufiger RAW 1951, RAW 1954, RAW f. Ausl./subsidiärer Schutz - 26 Euro

- Notreiseausweis - 18 Euro

Unverändert bleiben die Gebühren für Visa Typ C nach Art. 16 VK

und Visa-Erleichterungsabkommen


4. Internationaler subsidiärer Schutz: Familiennachzug


Gesetz zur Verlängerung der Aussetzung des Familiennachzuges zu subsidiär Schutzberechtigten vom 08. März 2018

BGBl. I 342 vom 15.03.2018

In Kraft getreten 16.03.2018

 

Neufassung § 104 XIII AufenthG


Der Familiennachzug zu Drittstaatstaatsangehörigen, denen nach dem 17.03.2016 eine AE nach § 25 II Satz 1 -2. Alt.- AufenthG erteilt worden ist (Internationaler subsidiärer Schutz nach Art. 15 RL 2011/95/EU), wird bis zum Inkrafttreten einer Neuregelung (längstens bis 31.07.2018) nicht gewährt. Für die Zeit ab 01.08.2018 ist eine humanitäre Ausnahmeregelung für die Erteilung bis zu monatlich 1.000 AE für bestimmte Familienangehörige vorgesehen. Die Regelung verlängert die im „Asylpaket II“ geregelte zweijährige Aussetzung vom 17.03.2016 bis 16.03.2018 nach Art. 2 des Gesetzes zur Einführung beschleunigter Asylverfahren, BGBl. I 390 vom 16.03.2016


Gesetz zur Neuregelung des Familiennachzuges zu subsidiär Schutzberechtigten vom 11.07.2018, BGBl. I 1147, in Kraft getreten 01.08.2018


Neufassung §§ 5 IV, 27 II, IIIa, 30 I Satz 1 Nr. 3, 32 I, IV AufenthG

Neueinführung § 36a AufenthG - Erteilungsvoraussetzungen für AE

Visa-Regelung § 36a II Satz 2 AufenthG - monatlich bis 1.000 Visa Kat D

Neufassung § 96 II Satz 2 AufenthG - Einschleusen unbegleiteter Minderjähriger

 

Informationen des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten / AuslBeh Berlin: VAB Berlin, Stand 22.10.2018


5. EUVisaVO: Konsolidierte Fassung


VO (EU) 2018/1806 vom 14.11.2018 (EUVisaVO), ABl.-EU L 303/39 vom 28.11.2018 - in Kraft getreten 18.12.2018.

S. EUVisaVO/Visa-Abkommen/Visakodex.


6. Neues Visadesign


17. VO zur Änderung der AufenthV


vom 14.01.2019 

BGBl. I 10 vom 22.01.2019 - in Kraft getreten 23.01.2019, mit neuer Visa-Marke.

S. EUVisaVO/Visa-Abkommen/Visakodex.


7. Änderung Visakodex


VO (EU) 2019/1155 zur Änderung des VK, ABl.-EU L 188/25 vom 12.07.2019, u.a. Änderung der Visagebühren, in Anwendung seit 02.02.2020.

S. EUVisaVO/Visa-Abkommen/Visakodex.


8. Fachkräfteeinwanderungsgesetz


Änderung des Arbeitserlaubnisrechts durch


Art. 1 des

Fachkräfteeinwanderungsgesetzes

vom 15.08.2019

BGBl. I 1307


Art. 4b des

Dritten Waffenrechtsänderungsgesetzes (WaffRÄndG)

vom 17.02.2020

BGBl. I 166 vom 19.02.2020

in Kraft getreten 01.03.2020


Verordnung zur Änderung der Beschäftigungsverordnung und der Aufenthaltsverordnung

vom 23.03.2020

BGBl. I  655 vom 31.03.2020

in Kraft getreten weitgehend 01.04.2020


9. Pass-/Visa-/Aufenthaltsdokumente: Neuregelung EU-FADO


Verordnung (EU) 2020/493 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30.03.2020 über das System über gefälschte und echte Dokumente online (FADO), ABl.-EU L 107/1 vom 06.04.2020 - Inkrafttreten 26.04.2020


In dem Online-Register echter ID- und Reisedokumente PRADO (Public Register of Authentic Travel- and Identity Documents Online) macht die EU bereits echte Dokumente allgemein zugänglich. Ergänzend wurde auf Grundlage der Gemeinsamen Maßnahme 98/700/JI des Rates das Europäische Bildspeicherungssystem über gefälschte und echte Dokumente Online FADO (False and Authentic Documents Online) geschaffen. Zur Anpassung an den aktualisierten rechtlichen Rahmen wird die Gemeinsame Maßnahme 98/700/JI aufgehoben und FADO durch die VO (EU) 2020/493 geregelt. Die VO gilt

- unmittelbar für alle EU-Staaten mit Ausnahme von Dänemark

- und über nationale Umsetzung in Dänemark - falls nationale Umsetzung erklärt wird - sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz.


FADO enthält Informationen über


- Reisedokumente (Pass/Passersatz),

- ID-Dokumente (z.B. ID-Card, Ausweisersatz),

- Aufenthaltsdokumente (z.B. Visa, Aufenthaltstitel, Asylgestattungen),

- Personenstandsurkunden,

- Führerscheine und

- Fahrzeugscheine,


die von den MItgliedstaaten der EU oder der EU selbst ausgestellt werden, und über gefälschte Versionen dieser Dokumente (Art. 2 I UAbs. 1 der VO)..


FADO kann weiterhin Informationen enthalten über o.g. Dokumente, die von Dritten, insbesondere Drittstaaten, Gebietskörperschaften, internationalen Organisationen o.a, Völkerrechtssubjekten ausgestellt werden und über gefälschte Versionen dieser Dokumente (Art. 2 I UAbs. 2 der VO).


Gegenstand der Informationen sind u.a. Dokumentenbeschreibungen, Abbildungen, Muster und Sicherheitsmerkmale echter Dokumente und  Beschreibungen, Abbildungen und Fälschungsmerkmale bei verfälschten Dokumenten, Totalfälschungen oder Pseudodokumenten (Art. 2 II der VO). 


Zugang zu FADO erhalten u.a. (nur soweit für den Unterricht relevant)

- Polizeibehörden, Grenzschutzbehörden  (Art. 4 II der VO),

- die Allgemeinheit nur zu echten Dokumenten (Art. 4 III der VO),

- Luftverkehrsgesellschaften und andere Verkehrsunternehmen (Art. 4 III c) der VO).


Die Pseudonymisierung von Echtdokumenten wird sicher gestellt (Art. 5 II der VO).


10. COVID-19-Lage: Asyl - Rückführung - Umsiedlung


Mitteilung der Kommission

COVID-19: Hinweise zur Umsetzung der einschlägigen EU-Bestimmungen im Bereich der Asyl- und Rückführungsverfahren und zur Neuansiedlung

(2020/C 126/02), ABl.-EU C 126/12 vom 17.04.2020 



Gesetzestexte für den Unterricht: Innerstaatliches Recht

  

Aufenthaltsgesetz (AufenthG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 25.02.2008 (BGBl. I 162), zuletzt u.a. durch

Gesetz zur Einführung beschleunigter Asylverfahren

BGBl. 2016 I 390
vom 16.03.2016

Inkrafttreten
17.03.2016

Gesetz zur erleichterten Ausweisung straffälliger Ausländer

BGBl. 2016 I 394
vom 16.03.2016

Inkrafttreten
17.03.2016

Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht

BGBl. I 2780

Inkrafttreten
29.07.2017

Gesetz zur Umsetzung aufenthaltsrechtlicher Richtlinien der EU zur Arbeitsmigration

BGBl. I 1106

Inkrafttreten
01.08.2017

Gesetz zur Verlängerung der Aussetzung des Familiennachzuges zu subsidiär Schutzberechtigten

BGBl. I 342

vom 15.03.2018

Inkrafttreten

16.03.2018

Gesetz zur Neuregelung des Familiennachzuges zu subsidiär Schutzberechtigten

BGBl. I 1147


Inkrafttreten

01.08.2018

Fachkräfteeinwanderungsgesetz / 3. WaffRÄndG vom 17.02.2020

BGBl. I 1307 vom 20.08.2019

BGBl. I 166 vom

19.02.2020

Inkrafttreten

01.03.2020

 

Freizügigkeitsgesetz/EU (FreizügG/EU), zuletzt u.a. geändert durch 

- Art 1 des Gesetzes zur Änderung des FreizügG/EU v. 02.12.2014 (BGBl. I 1922)

- Art. 8 des Gesetzes vom 08.06.2017 (BGBl. I 1570)

 

Aufenthaltsverordnung (AufenthV), zuletzt geändert durch Verordnung zur Änderung der Beschäftigungsverordnung und der Aufenthaltsverordnung vom 23.03.2020, BGBl. I 655 vom 31.03.2020, in Kraft getreten weitgehend am 01.04.2020

 

Gesetzestexte für den Unterricht: EU-Rechtsakte


Verordnung (EU) 2016/399 (Schengener Grenzkodex/SGK) vom 09.03.2016 über einen Unionsskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen - ABl.-EU L 77/1 vom 23.03.2016 - in Kraft getreten 12.04.2016, berichtigt durch ABl.-EU L 272/69 vom 31.10.2018


Verordnung (EU) 2018/1806 (EUVisaVO) vom 14.11.2018 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Außengrenzen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind, ABl.-EU L 303/39 vom 28.11.2018, in Kraft getreten 18.12.2018

 

Verordnung (EG) Nr. 810/2009 (EU-Visakodex/VK) vom 13.07.2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft (ABl.-EU L 243/1 vom 15.09.2009), in Kraft getreten 05.10.2009 und in Anwendung seit 05.04.2010, zuletzt geändert durch VK-ÄnderungsVO Verordnung (EU) 2019/1155 (ABl.-EU L 188/25 vom 12.07.2019) mit Geltung seit 02.02.2020


Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ)


Empfehlung (EU) 2017/2338 vom 16.11.2017 für ein gemeinsames "Rückkehr-Handbuch", das von den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten bei der Durchführung rückkehrbezogener Aufgaben heranzuziehen ist, ABl.-EU L 339/83 vom 19.12.2017


Hinweis zur Schreibweise und Nummerierung von

EU-Rechtsakten seit 01.01.2015 


Seit 01.01.2015 wurden die vorherigen uneinheitlichen Schreibweisen für Verordnungen und Richtlinien wie z.B.

- VO (EU) Nr. 604/2013 (Dublin-VO) oder

- RL 2013/32/EU (EU-Asylverfahrensichtlinie)

durch die neue einheitliche Schreibweise mit vorangestelltem Jahrgang und dahinter platzierter Nr. des Rechtsaktes ersetzt wie z.B.

- VO (EU) 2016/399 (SGK) oder

- RL (EU) 2017/853 (EU-Waffenrichtlinie).


Die alten Schreibweisen für Rechtsakte aus der Zeit vor dem 01.01.2015 bleiben erhalten. Die alten Schreibweisen für Rechtsakte aus der Zeit vor dem Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon am 01.12.2009 mit Bezugnahme auf die EG als rechtssetzende Säule statt auf die EU bleiben ebenfalls erhalten.


Gesetzestexte für den Unterricht: Ratifizierte

bilaterale und multilaterale Verträge


Europäisches Übereinkommen über die Regelung des Personenverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten des Europarats vom 13.12.1957 (EÜPV)

BGBl. 1959 II S. 389, 395

Aktualisierungen:

BGBl. 2008 II 212 vom 26.03.2008

BGBl. 2013 II 1524 vom 22.11.2013

 

Vertragsstaaten

Belgien
Deutschland
Frankreich
Griechenland
Italien
Liechtenstein
Luxemburg
Malta
Republik Moldau 
(nicht ratifiziert)
Niederlande

Österreich
Portugal
Schweiz
Slowenien
Spanien
Türkei 
(einseitig suspendiert)
Ukraine 
(zweiseitig suspendiert)
Ungarn

Zypern 
(nicht ratifiziert)

Europäisches Übereinkommen über die Aufhebung des Sichtvermerkszwanges für Flüchtlinge vom 20.04.1959

BGBl. 1961 II 1097 (Straßburger Abkommen)

Vertragsstaaten (vgl. Anlage A Nr. 3 zu § 16 AufenthV) 

 

Belgien
Dänemark
Deutschland
Finnland
Irland
Island
Italien
Liechtenstein
Luxemburg
Malta
Niederlande

Norwegen
Polen
Portugal
Rumänien
Schweden
Schweiz
Slowakei
Spanien
Tschechische Republik
Ungarn

Vertragsstaaten bilateraler Rückübernahmeabkommen mit Stand 13.01.2009 für Intra-Schengen-Zurückschiebungen iSv. § 57 II -1. Halbsatz- AufenthG sind

Belgien
Bulgarien
Dänemark
Estland
Frankreich
Lettland

Litauen
Luxemburg
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen

Rumänien
Schweden
Schweiz
Slowakei
Tschechische Republik
Ungarn


Stand 15.05.2020