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Autor und Dozent / Veröffentlichungen


Verfasser und Dozent ist

Tilmann Schott-Mehrings

 

Jahrgang 1963,

Jurist aus Berlin,

u.a. 1993 bis 1996

Richter am Kriminalgericht

Berlin-Moabit (Landgericht Berlin, Amtsgericht Berlin-Tiergarten/BtM-Abteilung),

als Dozent an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung verantwortlich für Ausweis-, Aufenthalts- und Asylrecht,

seit 2015 auch Strafrecht

 

Veröffentlichungen und Vorträge


Fachbücher


Asylverfahren und Dublin III

für die Grenzpolizei


2. Auflage, Wiesbaden / Lübeck 2015


Einführung in die grenzpolizeilich relevanten Sachgebiete des deutschen Asylverfahrens und des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) mit den Schwerpunkten Dublin III-Verordnung und EU-Verfahrensrichtlinie


Stand Februar 2015





Einschleusen von Ausländern


2. Auflage, Frankfurt 2011

 

Einführung in die rechtlichen Grundlagen der §§ 96, 97 des Aufenthaltsgesetzes mit Hinweisen zu den Sachgebieten Schengen- und EU-Recht,

Visa-System und Visa-Erschleichung,

illegale Beschäftigung,

illegale Arbeitnehmerüberlassung, Verleiten zum Asylmissbrauch

und Menschenhandel





Seit der Erstauflage haben sich das schnelllebige EU-Recht, das innerstaatliche Aufenthaltsrecht und das Lagebild Schleusungskriminalität gewandelt. Die Neuauflage berücksichtigt diese Veränderungen und geht auch auf spezielle aktuelle rechtliche Probleme ein (Transitaufenthalte, "Taxi-Schleusung", Visa-Erschleichung, "unechter Tourismus", Scheinehe, Transfer Asylsuchender).


Stand Februar 2011


Beiträge in Fachzeitschriften


Die Geiselnahme vom Norrmalmstorg in Stockholm

Neue Details und neue Blickwinkel auf das Stockholm-Syndrom

Kriminalistik 1/2017, S. 42-49

 

Die Geiselnahme in der Sveriges Kreditbank am Norrmalmstorg in Stockholm von 1973 war namensgebend für das Stockholm-Syndrom. Der Beitrag stellt den bisherigen zum Teil unvollständigen Darstellungen über den Tathergang neuere Aussagen aus überwiegend bisher nur in Schweden veröffentlichten Interviews und Autobiografien sowie die Tatsachenfeststellungen aus dem Stockholmer Gerichtsurteil vom März 1974 gegenüber. Diese Quellen offenbaren außerhalb von Schweden bisher weniger bekannte Details  – die Verteilung der Tatbeiträge von Janne Olsson und Clark Olofsson, das Erleben und Empfinden der Stenografin Maria Kristin Enmark und ein jahrelang geheim gehaltenes Zitat des damaligen schwedischen Staatsministers Olof Palme.


Nächster Halt: Kopenhagen oder Dublin?

Eindrücke vom Europäischen Asylsystem

Migration und soziale Arbeit 2/2016, S. 126-132

 

Die Vogelfluglinie nach Kopenhagen ist zu einer der wichtigsten Routen für Flüchtlinge und internationalen subsidiären Schutz Suchende aus Drittstaaten geworden. Grenzkontrollmaßnahmen durch Dänemark und Schweden haben diesen Reiseweg und das Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) in den Blickpunkt des öffentlichen Intereses gerückt. Der Beitrag verfolgt das Ziel, einen realistischen Eindruck vom GEAS für nichtjuristische Zielgruppen, insbesondere die Sozialwissenschaft zu vermitteln.

 

Die Schleusung Asylsuchender

Kriminalistik 2016, S. 95-102

 

Die Dänische Staatsbahn weigert sich in Rødby auf Lolland, den von der Eisenbahnfähre rollenden Eurocity Richtung Kopenhagen zu übernehmen - weil der größte Teil der Reisenden drittstaatsangehörige Flüchtlinge ohne Pässe sind und Dänemark als Transitland nach Schweden nutzen. Die Zugverbindung wird für drei Tage unterbrochen, Dänemark und Schweden richten Grenzkontrollen an ihren Binnengrenzen ein, Beförderungsunternehmer auf dem Seeweg und Schienenweg über den Öresund werden zu Vorkontrollen verpflichtet. Der Beitrag stellt die Schleusungswege Asyl- und Schutzsuchender auf der Route Richtung Schweden und das Europäisches Asylsystem mit Dublin III-Verordnung und Eurodac-Datenbank dar.

 

Das "Berlusconi-Visum" - Asyltransfer aus Italien

Kriminalistik 2/2014, S. 88-93


Visaerschleichung und Schleuserkriminalität

Das Schengener Visa-System und der Schleuserfall „Minh Khoa Vo“ Kriminalistik 2/2013, S. 86-91

 

Mit der vom Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) und dem Bundesgerichtshof (BGH) behandelten Rechtssache "Minh Khoa Vo" ist zehn Jahre nach der Visa-Affäre erneut ein bedeutendes Verfahren zur rechtswidrigen Visabeschaffung öffentlich geworden. Es zeigt, dass dieses Phänomen unverändert im Zuständigkeitsbereich von Grenzpolizei und Ausländerbehörden aktuell ist, und offenbart die Komplexität des EU- und Aufenthaltsrechts.

 

Menschenhandel

Die EU-Opferschutzrichtlinie und ihre Umsetzung

Kriminalistik 3/2008, S. 156-161

 

Menschenhandel: „Den Verrat lieben, aber nicht den Verräter …“

Die Umsetzung der EU-Opferschutzrichtlinie

sozial extra 11-12/2007, S. 25


Menschenhandel - Die EU-Opferschutzrichtlinie wird umgesetzt

Neue Praxis 2007, S. 538-551


Externe Vorträge


16.02.2008 - "Menschenhandel - krimineller Markt im Schatten eines zusammenwachsenden Europas", Tag der Wissenschaft, St. Petri-Kirche Lübeck


30.03.2010 - "Dublin-Überstellungsstop nach Griechenland", Fachtagung EU-/Aufenthaltsrecht, Bundespolizeiakademie, Dienststelle Falkenfeld Lübeck


23.06.2017 - "Lampedusa - Dublin - Genf: Internationaler Schutz im deutschen Asylrecht", 32. Deutsch-Ungarische Juristentagung 2017 der Deutsch-Ungarischen Juristenvereinigung e.V., Akademie der Wissenschaften Heidelberg


Stand 2017